Das Aurender AP20-Modell übertrifft die Erwartungen: Neben den für Aurender typischen Funktionen – Streaming und Audio-Server (mit zwei Laufwerksschächten) – kann es das Audiosignal auch selbst verstärken. Das neue Produkt liefert 350 W pro Kanal an Lautsprecher mit 4 Ohm Impedanz oder 2 x 200 W an 8 Ohm. Möglich macht dies ein Paar Purifi 1ET400A Class-D-Verstärkermodule. Auch die digitale Verarbeitung ist erstklassig: Zwei AKM4497 DAC-Chips arbeiten mit dem Signal eines thermisch stabilisierten Taktgenerators. Laut Hersteller verfügt das System zudem über ein FPGA mit einem Taktgenerator mit einer Frequenz von unter 100 fs, was Jitter reduziert. Wem das nicht ausreicht, der kann das Gerät mit einem externen Taktgenerator MC10 von Südkorea ergänzen.

Die digitale Schaltung auf der Rückseite umfasst einen Ethernet-Anschluss, zwei TOSLINK-Buchsen, einen BNC-Anschluss, einen Koaxial-Eingang und einen USB-Anschluss. Apple AirPlay und Spotify Connect sind kompatibel, Tidal und Qobuz sind in eine eigene App für Smartphones und Tablets integriert. Die analogen Eingangssignale werden dabei nicht digitalisiert, sondern rein analog verarbeitet, inklusive der R2R-Lautstärkeregelung. Gleiches gilt für alle Signale des DAC. Und all das in kompromisslosem Dual-Mono. Jeder Verstärkerkanal wird von einem eigenen Ringkerntransformator versorgt. Doch die Ingenieure von Aurender haben noch mehr zu bieten: Der AP20 verfügt über insgesamt sechs Ringkerntransformatoren. Vier weitere versorgen den Prozessor, den Dual-Kanal-DAC und den FPGA-Prozessor.

Der Aurender AP20 verfügt außerdem über einen Kopfhörerverstärker und symmetrische XLR-Ausgänge. Das Gehäuse, erhältlich in Schwarz oder Silber, ist mit einem Farbdisplay versehen, das fast die gesamte Vorderseite einnimmt. Das Ergebnis ist ein Gerät, das lediglich Lautsprecher anschließen muss. Der Streaming-Vollverstärker-Streamer Aurender AP20 kostet in Europa 23.900 Euro, hinzu kommen weitere 16.980 Euro für den südkoreanischen Taktgenerator MC10.


