Im heutigen Test geht es um den Kopfhörerverstärker SMSL HO100 . Dieses kompakte und preisgünstige Desktop-Gerät liefert bis zu 3 Watt Ausgangsleistung. Wer einen Verstärker sucht, selbst im Budgetbereich, hat heutzutage eine große Auswahl: Chinesische Audiohersteller wie SMSL bieten eine breite Palette an Geräten mit vielen konkurrenzfähigen Funktionen. Unser kürzlich getesteter SH-6 -Verstärker kostet bereits 120 US-Dollar, falls Sie eine Single-Ended-Verstärkung benötigen. Der etwas teurere HO100 ist hingegen ein leistungsstärkerer symmetrischer Verstärker und gehört zur selben Produktlinie wie der noch leistungsstärkere HO200 mit Vorverstärker. Um mit der Konkurrenz mithalten zu können, bietet der HO100 genügend Spezifikationen und Leistungsdaten, um all jene zu interessieren, die einen preiswerten und gleichzeitig ansprechenden Kopfhörerverstärker suchen. Wichtigste Spezifikationen: Seit der Entwicklung seiner Verstärkersektion hat sich SMSL der Entwicklung von verzerrungsarmem und linearem Frequenzgang verschrieben. Der HO100 bildet da keine Ausnahme und überzeugt mit einem extrem niedrigen THD+N-Wert von 0,00006 %, wie er auch bei den neuesten Produkten von SMSL zu finden ist. Bis zu 3 W Ausgangsleistung stehen für 16-Zoll-Monitore und 1,5 W für 32-Zoll -Kopfhörer zur Verfügung. Dank der niedrigen Verstärkungseinstellung von -9,5 dB für empfindliche CB-Kopfhörer und +15,5 dB für leistungshungrige Modelle, zusätzlich zur standardmäßigen durchschnittlichen Verstärkung von 0 dB, ist der HO100 äußerst vielseitig und mit den meisten Geräten kompatibel. SMSL hat zudem ein extrem rauscharmes Netzteil und hochwertige Relais verbaut. Das spritzwassergeschützte Design des HO100 ist ideal für alle, die ihre empfindlichen Kopfhörer dauerhaft angeschlossen lassen möchten.
Das schlichte, aber elegante Design des HO100 in Schwarz macht ihn zu einem besonders benutzerfreundlichen Einsteigermodell, das Form und Funktion perfekt vereint. Mit nur 560 g ist der HO100 leichter als er auf den ersten Blick wirkt. Ein fester Druck auf das Aluminiumgehäuse, das Vorder- und Rückseite umschließt, vermittelt ein angenehmes Gefühl und unterstreicht die Robustheit. Obwohl die Frontplatte aus gehärtetem Glas das Hauptdesignelement darstellt, zieht sie Fingerabdrücke magisch an und muss daher regelmäßig gereinigt werden. Die von SMSL verwendeten Schalter zeichnen sich durch ihre Präzision und ihren knackigen Druckpunkt aus – ein deutlicher Kontrast zum schwammigen Drehen eines Lautstärkereglers. Die vergoldeten 4,4-mm- und 6,3-mm-Kopfhörerbuchsen stehen leicht hervor und schließen nicht bündig mit dem Glas ab. Die Cinch-Buchsen sind vertikal angeordnet und nicht farblich (rot/weiß) gekennzeichnet, sondern korrekt nach Kanal beschriftet.
Ein-/Ausgänge: Der HO100 ist für den persönlichen Musikgenuss konzipiert und verfügt daher über keine rückseitigen Ausgänge, sondern lediglich über zwei Anschlussmöglichkeiten zum Verstärker: symmetrischer XLR- und unsymmetrischer Cinch-Eingang. Wer den symmetrischen Eingang des HO100 optimal nutzen möchte, kann ihn problemlos mit dem passenden SMSL DO100 DAC verwenden. An der Vorderseite befindet sich neben einer Standard-6,3-mm-Klinkenbuchse eine 4,4-mm-Klinkenbuchse für maximale Kompatibilität. Auch wenn manche den 4-poligen XLR-Anschluss für Kopfhörer vermissen mögen, bietet SMSL für die meisten Anwendungsfälle mehr als ausreichend Ausgänge.
Durch Anschließen eines Geräts wird das Relais aktiviert und das Gerät in den Standby-Modus versetzt. Dies wird durch die rote Leuchte unter dem linken Ein-/Ausschalter angezeigt. Da alle Bedienelemente sichtbar und erreichbar sind, lässt sich der aktuell gewählte Eingang und die Verstärkung mithilfe der übrigen analogen Schalter einfach überprüfen und ändern. Mit dem mittleren Schalter ist das Gerät betriebsbereit. Wird der mittlere Schalter nach oben geschoben, verwendet der Verstärker einen symmetrischen XLR-Eingang anstelle eines Cinch-Eingangs. Um die unterschiedliche Empfindlichkeit und den Leistungsbedarf des HO100 zu berücksichtigen, kann die Verstärkung mit dem letzten Kippschalter in drei Stufen (niedrig, mittel, hoch) eingestellt werden.
Verpackung und Zubehör: Ähnlich wie die meisten SMSL-Produkte wird auch der HO100 in einem weißen Karton geliefert, dessen auffälligstes Merkmal die aufgedruckte Umrisszeichnung des Geräts ist. Verstärker werden üblicherweise mit dem Nötigsten geliefert, da sie meist am Ende der Signalkette stehen. Daher ist das Fehlen weiterer Extras nicht verwunderlich. Nachdem die Bedienungsanleitung und die Unterlagen beigelegt sind, müssen nur noch das Gerät und das Netzkabel ausgepackt werden. Die Vorderseite des HO100 ist durch eine dünne Schutzfolie geschützt, die abgezogen werden muss, um die gehärtete Glasscheibe freizulegen. Die Folie erwies sich dabei jedoch als Hindernis, sodass ich einen kleinen Schnitt in die Plastikfolie machen musste, um sie zu entfernen.
Klangeindrücke im Test: Der Versuch, einen möglichst transparenten Verstärker zu finden, hat gezeigt, dass selbst mit einem Budget von unter 200 US-Dollar ein schöner, klarer Klang möglich ist, der den Klang des verwendeten DACs widerspiegelt. Der Verstärker überzeugte mich sofort durch seine Authentizität und klingt weder klinisch noch künstlich durch übertrieben scharfe Höhen. Stattdessen erwartete mich eine neutrale Wiedergabe mit einem angenehm vollen Mitteltonbereich. Klangfarbe: Die tiefe und angenehme Nachhallzeit ist eine Stärke des HO100 und verleiht Streichern und Schlagzeugen ein raumfüllendes Klangbild. Allerdings klingt er etwas trocken und hinkt mitunter in der Lautstärke hinter anderen Frequenzen her. Während der Bass bei schnellen Attacken druckvoll klingt, wirken langsamere Töne etwas zerfahren, überladen und fett. Der Mangel an Mikrodetails bei längeren Tönen kann dazu führen, dass erwartete Feinheiten verloren gehen. Was den HO100 auszeichnet, ist seine ehrliche Mitteltonwiedergabe, die es weiblichen Stimmen und Instrumenten ermöglicht, ihren Charakter mit einer leichten Betonung zu bewahren. Beachten Sie die Schärfe bei leiseren und geflüsterten Texten, die vor allem bei heiseren Sängern oder schlechteren Aufnahmen hörbar ist. Das Klavier hingegen klingt sehr lebendig und präsent. Der Übergang von den oberen Mitten zu den unteren Höhen, ohne Anhebung oder Überbetonung, erzeugt eine moderate Brillanz, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Werden die Lautsprecher jedoch mit dem falschen DAC kombiniert, werden plötzliche Einsätze von Bläsern und Saxophonen als schrill wahrgenommen. Celli haben einen recht hellen Klang. Die Violinen heben sich deutlich vom Gesamtklang ab und weisen keine zusätzliche Klangfarbe auf, was bei langsamen Arrangements uninteressant wirken kann. Die Becken klingen zwar schön und kontrolliert, geben aber im Hochtonbereich einige Mikrodetails preis, die nicht wiedergegeben werden. Räumlichkeit und Dynamik: SMSL interpretiert die Breite der Räumlichkeit des HO100 so, dass die Quelle präsent ist, ohne zusätzlichen Raum einzunehmen oder zu vergrößern. Das Hören von Instrumentalaufnahmen aus dem Studio hebt die Hallräume hervor und gibt sie authentisch wieder. Während Richtungswiedergabe und Tonhöhe beeindruckend sind, sind sie klar genug und gut vorstellbar. Trennung und Staffelung sind durchschnittlich, und bei komplexeren Kompositionen rücken die Instrumente zu nah aneinander, sodass der Eindruck entsteht, sie spielten auf derselben Ebene. Lieder mit großem Dynamikumfang lassen sich problemlos abspielen. Ich war von dem Lied, dessen sanftes Intro in eine energiegeladene Performance mit großem Stimmumfang mündete, völlig gefesselt. Weiter unten auf Seite 2 finden Sie Empfehlungen und Vergleichsspezifikationen. Synergy Power: Mit mehr als genug Leistung, um alle Kopfhörer und In-Ear-Monitore meiner Sammlung anzutreiben, beweist die Verstärkersektion des HO100 ihre Klasse. Bei empfindlichen Kopfhörern testete ich den 18-Ω-In-Ear-Monitor MM2 von Hidizs mit niedriger Verstärkung und konnte im gesamten Lautstärkebereich ohne Musikwiedergabe kein Rauschen feststellen. Mit dem Focal Clear MG bei mittlerer Verstärkung reichte eine Vierteldrehung der Lautstärke für angenehmes Hören aus. Um den HO100 zu verstärken, schloss ich die höherohmigen Sennheiser HD560 und den Audio Technica ATH-ADX5000 an. Selbst bei mittlerer Verstärkung ist die Lautstärke mehr als ausreichend; der HO100 erreichte seine Spitzenwerte erst gegen Mittag beim ADX5000 und etwas weniger beim HD560. Trotz der Transparenz des HO100 ist die richtige Kombination mit anderen Geräten entscheidend für ein optimales Hörerlebnis. Für meine Tests nutzte ich hauptsächlich den Chord Qutest, nachdem ich zuvor den Matrix Mini-i Pro 3 und den DO100 als DAC verwendet hatte. Von den drei Modellen klang der HO100 am Qutest am offensten und präsentierte sich luftig und majestätisch. Der einzige kleine Nachteil ist die nicht ganz vollständige Auflösung aufgrund einiger Einschränkungen in den Spezifikationen des HO100. Während der Mini-i Pro 3 etwas höhenbetont klang, lieferte der offizielle DAC in Kombination mit dem HO100, dem DO100, eine exzellente Wiedergabe klarer und neutraler Töne. Er hob die Bässe und Mitten an und verlieh ihnen so mehr Tiefe und Fülle. Allerdings schränkte er die räumliche Abbildung merklich ein und erzeugte dadurch ein etwas kleineres Klangbild. In Verbindung mit Kopfhörern glich der ADX5000 die Schwächen des HO100 in der Detailwiedergabe aus und verlieh der Stimmwiedergabe mehr Fülle. Beim Clear MG ist die Kombination mit dem DAC entscheidend für einen angenehm tiefen Subbass und einen nuancierten Mitteltonbereich, der keine Raumwirkung lässt. Ausgewählte Vergleiche
SMSL SH-8s 229,99 $ Spezifikationen Beide Geräte weisen denselben THD+N-Wert von 0,00006 % auf und nutzen dieselbe von SMSL entwickelte Verstärkertechnologie. Der SH-8s bietet mit 3 W an 32 Ω eine höhere Ausgangsleistung und eignet sich daher besser für leistungshungrige Kopfhörer. Da er nur zwei Verstärkungsstufen bietet (0 dB niedrige Verstärkung und 17,5 dB hohe Verstärkung), müssen IEM-Nutzer die Lautstärke des SH-8s sorgfältiger regeln. Die Ausgangsimpedanz ist jedoch unproblematisch, da sie laut SMSL nahe null liegt. Der SH-8s ist für den persönlichen Gebrauch konzipiert und verfügt daher über keinen rückseitigen Ausgang, obwohl die XLR- und RCA-Eingänge unverändert sind. Anstelle einer 4,4-mm-Klinkenbuchse für die symmetrische Signalausgabe kommt ein 4-poliger XLR-Anschluss zum Einsatz. Der SH-8s besitzt außerdem keinen rückseitigen Ausgang. Design: Für alle, die auf ungerade Zahlen stehen: Der SH-8 hat zwei Füße vorne und einen hinten, also insgesamt drei. Mehrmals habe ich das Gerät versehentlich angekippt und dabei unabsichtlich auf die hinteren Ecken gedrückt. Auch die Kippschalter unterscheiden sich: Der Kippschalter des HO100 hat einen dickeren Schaft und eine stabilere Verriegelung. Der Lautstärkeregler des SH-8 hingegen hat deutlich weniger Spiel und wirkt hochwertiger. Außerdem hat der HO100 keine Glasabdeckung. Ohne diese wirkt das breitere Gehäuse des SH-8 deutlich schlichter, da die Funktionen neu verteilt wurden. Lediglich die Positionen von Schalter und Ausgang wurden vertauscht, der 4-polige XLR-Anschluss befindet sich ganz links auf der Frontplatte. Der SH-8 verzichtet auf eine Glasabdeckung. Leistung: Gleiche Marke, gleicher Klang? Obwohl der Klang so nah wie nie zuvor ist und beide Lautsprecher die gleiche neutrale Klangwiedergabe anstreben, beweisen die SH-8 ihre Stärke vor allem in den technischen Aspekten. Mit einer ähnlichen Präsenz im Tieftonbereich wirkt der SH-8 deutlich nuancierter und detailreicher. Zudem bietet er eine leicht gesteigerte Durchsetzungsfähigkeit und einen knackigeren Biss, wodurch der HO100 weicher klingt. Im Vergleich zum HO100 schneidet der SH-8 besser ab. Durch die größere Präsenz in den Mitten treten Sänger etwas in den Hintergrund und wirken ruhiger, während Klavierpassagen etwas dünner klingen. Die Kanaltrennung ist klarer und der Atem der Stimme deutlicher. Die Höhen des SH-8 klingen reifer, klarer und detailreicher als die des HO100. Dies wirkt sich auf den Klang der Violine aus: Sie wirkt emotionaler, erscheint aber aufgrund der geringeren Lautstärke stellenweise etwas hohl.
Loxjie A30 189,99 € Spezifikationen Obwohl er auf den ersten Blick die perfekte Ergänzung zum Loxjie D30 DAC zu sein scheint, verfügt der A30 bereits über einen integrierten D/A-Wandler – wenn auch mit geringerer Leistung – was ihn sehr vielseitig macht. Er eignet sich für eine breite Palette von Audio-Enthusiasten und kann mit Kopfhörern über seinen 100-mW-Ausgang (Single-Ended) oder mit passiven Lautsprechern mit einem Infineon MA12070 Class-D-Chip (bis zu 80 W pro Kanal) verwendet werden. Er bietet eine Vielzahl digitaler Eingänge, darunter USB, optisch und sogar Bluetooth. Die analogen Eingänge beschränken sich jedoch auf Single-Ended-Cinch-Buchsen und einen 6,3-mm-Kopfhöreranschluss. Design Im Vergleich zum HO100 ist der A30 etwas niedriger und tiefer, aber gleich breit. Er hat das gleiche robuste Design, die Schrauben befinden sich jedoch an der Unterseite anstatt an der Rückseite, wo sich die Ein- und Ausgänge befinden. Die Anzahl der Ein- und Ausgänge auf der Rückseite des Geräts mag zwar etwas eng erscheinen, ist aber verständlich, da der A30 sowohl digitale als auch analoge Eingänge sowie Lautsprecher- und Subwoofer-Ausgänge besitzt. An der Vorderseite befindet sich ein farbiges IPS-Display, das die Bedienelemente des A30 anzeigt und ihn von den analogen Schaltern des HO100 unterscheidet. Ein Manko des A30 ist der relativ kleine Lautstärkeregler, im Gegensatz zum deutlicheren Regler des SMSL-Modells. Klangqualität: Während manche Audiophile auf absolute und unverrückbare Neutralität schwören, teilt nicht jeder diese Ansicht. Hier setzt der A30 an und verleiht dem Verstärkerteil eine gewisse Klangfärbung. Im Vergleich zum HO100 wirkt der Mittelbass des A30 zwar angehobener und voluminöser, aber gleichzeitig nicht so präzise definiert. Dem Subbass der Drums fehlt es jedoch an Raumpräsenz, wodurch der erwartete Wumms ausbleibt. Der Gesang klingt klar und harmonisch im Zusammenspiel mit den anderen Instrumenten. Obwohl die Detailwiedergabe nicht die Stärke des A30 ist, verleihen Akustikgitarren und Klavieren dem Klang eine angenehme und ansprechende Note. Die Höhen sind etwas schwachbrüstig. Sie klingen weniger klar und etwas dumpf, können aber in manchen Fällen auch energiegeladen und sogar lauter wirken. Hörner und Violinen sind auf dem HO100 deutlich besser isoliert und differenzierbar. Der einseitig aufgebaute L30 verfügt über das gleiche verschachtelte Feedback-Composite-Amp-Modul (NFCA), das auch in höherwertigen Verstärkern von Topping, wie dem A90, zum Einsatz kommt. Hinzu kommt ein bemerkenswerter, wenn auch etwas höherer THD+N-Wert von nur 0,00007 %. Speziell für die IEM-Nutzer bietet der Verstärker drei Verstärkungsstufen ab -9,9 dB, die für weniger empfindliche Geräte bis auf 0 dB und 9,5 dB erhöht werden können. Design: Die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Geräten beginnen beim Aluminiumrahmen mit einer reflektierenden schwarzen Frontplatte und klaren Aussparungen für die Kippschalter, Kopfhörerausgänge und das Lautstärkerad. Dadurch ist die Bedienung beider Geräte sehr ähnlich und unkompliziert; die einzige zusätzliche Vorverstärkerfunktion bietet nur die Topping-Variante. Entfernt man das Branding, könnte man den L30 leicht für eine Miniaturversion des HO100 halten, der eine ähnliche Tiefe aufweist, aber dünner ist. Topping hat sich hier etwas mehr Mühe gegeben und bietet seinen Verstärker in vier verschiedenen Farben an, von unauffälligem Schwarz bis hin zu leuchtendem Rot. Leistung: Als Produkt eines direkten Konkurrenten, der ebenfalls Wert auf Transparenz im Klang legt, sollte der Topping L30 nicht unterschätzt werden und ist preislich nahe am HO100 angesiedelt. Die Klangwiedergabe des L30 ist direkter, sein neutraler, aber leicht dröhnender Bassbereich bietet deutlich weniger Volumen und Druck als der tiefere, ausgeprägtere Bass des HO100. Bei der Wiedergabe von Details in intensiveren Songs wirkten die tiefen Frequenzen des Topping etwas zurückhaltender. Die Direktheit, die ich im Stimmbereich des HO100 festgestellt habe, lässt sich auch auf den L30 und dessen Klangcharakteristik übertragen. Gitarren klingen dünner und gezupfter, und der geringere Hall mindert ihre Bühnenpräsenz. Blasinstrumente klingen lauter, wodurch der Eindruck entsteht, der HO100 sei im Höhenbereich feiner abgestimmt. Obwohl die Textur knackiger ist, fehlt es ihr an Luftigkeit, und die Becken klingen dumpf, was zu der kleineren Bühnenwirkung des L30 beiträgt.
Fazit: Der HO100 bietet ein angenehmes Maß an Transparenz und ist angenehm nicht zu höhenbetont. Als sauberer Desktop-Verstärker ist er in Kombination mit den passenden Komponenten sein Geld wert. Seine einzigen Schwächen sind die etwas minderwertigen Mikrobauteile und der etwas unpräzise Bassbereich. Für unter 200 US-Dollar ist dieser neue Verstärker von SMSL ein Schritt in die richtige Richtung. Dank seines niedrigen Grundrauschens und der drei Verstärkungsmodi eignet er sich hervorragend für den täglichen Gebrauch und wird all jene zufriedenstellen, die ein vielseitiges Gerät für ihre wachsende Sammlung an Over-Ear-Kopfhörern und In-Ear-Monitoren suchen. Preis: 149 US-Dollar
in Verstärker
SMSL HO100: Kompakt und erschwinglich


